Wenn Redner nur mögen, wenn sie dürfen

Wie Floskeln eine Rede verwässern

„Mögen hätte ich schon wollen, nur dürfen habe ich mich nicht getraut.“ Der Komiker Karl Valentin bringt auf den Punkt, was wohl landauf, landab viele Redner betrifft. Sie mögen und dürfen, aber sie machen nichts. Sie wollen wohl, aber sie trauen sich nicht.
Wie oft haben Sie zum Beispiel schon gehört: „Ich möchte nun unseren Bürgermeister begrüßen.“ Oder: „Ich darf Sie herzlich willkommen heißen!“ Oder: „Ich will mich ganz besonders bedanken bei …“.

Mit Höflichkeit hat das nichts mehr zu tun, eher mit übertriebener Zurückhaltung.  Der Redner schwächt mit Ausdrücken wie „mögen, „wollen“  und  „dürfen“  seine beabsichtigte Aussage ab. Er strahlt Unsicherheit und mangelndes Selbstvertrauen aus.

An seinem Geburtstag sagt man  , wenn man Geschenke entgegennimmt, ja auch nicht: „Ich möchte mich ganz herzlich bei Dir für das Geschenk bedanken.“ Oder: „Ich darf Dich recht herzlich bei mir willkommen heißen!“

Seien Sie in Ihrer Rede klar, freundlich und verbindlich

Sprechen Sie also besser folgendermaßen: „Herzlich Willkommen! Ich freue mich, dass Sie hier sind!“ Oder: „Ich begrüße ganz herzlich unseren Bürgermeister!“ Oder: „Vielen Dank Ihnen, lieber  …“.
Klare Ausdrucksweise, freundlich und verbindlich: Ihr Publikum wird es Ihnen danken.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.